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@ichbinaugsburg – Rotation Curation made in Augsburg

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Immer wieder geistern spezielle Phänomene und Begriffe durch die Sphären des Internets. Manche verschwinden und sind schon wieder passé, ehe man selbst weiß um was es sich überhaupt handelt. Auch Rotation Curation ist so ein Ausdruck, bei dem die meisten von uns wohl erst einmal mit den Achseln zucken werden. Doch wer regelmäßig durch die sozialen Medien streift und insbesondere auf Twitter umherschwirrt, der ist sicher schon mal über dieses Rotation Curation gestolpert. Und das ziemlich sicher nicht einmal bewusst.

Doch was ist dieses #RotationCuration überhaupt und was hat das alles mit Augsburg zu tun? Genau diese Frage stellte ich mir auch, als ich mich das erste Mal mit diesem Begriff konfrontiert sah. Die Bezeichnung „curation“ bedeutet zu Deutsch Kuration, was nichts anderes heißt wie „pflegen“ bzw. „sich sorgen um“. Und das Wort „rotation“ –eigentlich unnötig zu erläutern- bedeutet Wechsel oder Rotation. Dieser Begriff beschreibt also schlicht und einfach die wechselnde Pflege eines bestimmten Social Media Profils. Verbreitet sind solche Profile vor allem auf der Microblogging-Plattform Twitter.

Wer hat‘s erfunden? Nein nicht die Schweizer sondern die Schweden

Nachdem nun geklärt ist, was Rotation Curation ist, stellen sich einige vielleicht noch die Fragen, welchen Sinn das ganze überhaupt hat und woher dieses Konzept kommt? Seinen Ursprung hat die Idee in Schweden. Das skandinavische Land hat neben Elchen und Ikea noch eine ganze Menge mehr zu bieten. Und wie viele andere Länder auch, so wollte auch Schweden mehr Besucher in sein schönes Land locken. So überlegten das Svenska Institutet und das Internetportal VisitSweden wie sie diese Vielfalt Interessierten am besten vermitteln konnte. Und wer ist als Botschafter des eigenes Landes besser geeignet als die eigene Bevölkerung. Denn so vielfältig wie Schweden, so vielfältig sind eben auch die Interessen und verschiedenen Blickwinkel der Menschen.  Sie kennen Orte und Sehenswürdigkeiten die in keinem Reiseführer zu finden sind und erzählen Geschichten praktisch aus dem Nähkästchen. Ende 2011 war dann schließlich die Idee eines Twitter-Profils mit wechselnden Nutzern geboren. Und so ging mit @sweden das erste Rotation Curation Projekt ans bzw. ins Netz. Damit erschließt sich der Vorteil und Sinn eines solchen Accounts auch sehr schnell, weshalb diese Idee bisher auch so viele Nachahmer fand. Neben Ländern lassen auch Unternehmen, Vereine, ethische Gruppen und Städte verschiedene Nutzer zu Wort und Bild kommen.

Über @ichbinaugsburg zwitschern was einem gefällt

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@ichbinaugsburg – Rotation Curation made in #Augsburg

Eine dieser Städte ist seit November 2013 nun auch unsere schöne Fuggerstadt. Über den Twitter-Account @ichbinaugsburg geben waschechte Augschburger, solche, die es noch werden wollen und Zuzogene eine Woche lang und in 140 Zeichen ihre Eindrücke von Augsburg zum Besten. Auch bekannte Persönlichkeiten und Ikonen wie Radiomoderator und Stadionsprecher Rolf Störmann sowie sein Kollege Stefan Mack zwitscherten bereits im Namen von @ichbinaugsburg. Die Idee für den Account hatte übrigens die Augsburger Kommunikationsagentur candid communication. Sandra Strüwing, Daniela Reif-Schülein und Jasmin La Marca setzten das Projekt in die Realität um und sorgen seit jeher dafür, dass immer neue Kuratoren dazu kommen.

Spezielles Know-how benötigt man als Kurator des Rotation Curation Profils übrigens nicht. Erste Erfahrungen im Umgang mit den sozialen Medien, insbesondere mit Twitter, sind allerdings schon von Vorteil. Ich persönlich war zwar regelmäßig in Facebook unterwegs, von Twitter hatte ich aber bis kurz vor meiner Kuratorwoche weitestgehend keinen Schimmer. Denn zu wissen, dass Microblogging-Dienst existiert und man dort in 140 Zeichen in die große weite Welt hinaus zwitschern kann, ist zwar schön aber selten zielführend genug. Um nicht komplett blank dazustehen, legte ich mir ein paar Wochen vor meiner großen Stunde ein Twitter-Profil an und fing an mich in diese Welt einzugewöhnen. Wie es mir während meiner Woche als @ichbinaugsburg erging, könnt ihr demnächst in einem eigenen Blogbeitrag nachlesen.

Die Pflege des Profils hat mir jedenfalls sehr viel Spaß gemacht. Es war einfach spannend mitanzusehen, wie die gezwitscherten Inhalte bei den Followern ankamen. Für Augsburg ist der Rotation Curation Account @ichbinaugsburg eine Bereicherung. Von Woche zu Woche werden die Follower mit immer amüsanten Tweets und Stadträtseln unterhalten oder lernen regelrechte Geheimtipps kennen. Meine Woche könnt ihr, wie die aller bisherigen Kuratoren übrigens auch, auf Storify nachlesen.

Auf den Geschmack gekommen? Dann bewirb dich doch einfach als Kurator für @ichbinaugsburg und zeig uns dein Augsburg. Alle Infos findest du auf http://ichbinaugsburg.wordpress.com/mitmachen.

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